Wer war Spartacus?


Spartacus war ein Sklave im Römischen Reich. Er wurde berühmt, weil er einen Aufstand der Sklaven anführte, den sogenannten Spartacus-Aufstand. Auf Deutsch schreiben wir auch Spartakus.
Über das Leben von Spartacus ist nicht so viel bekannt. Er war vielleicht ein Thraker, d.h. er stammte von der östlichen Balkanhalbinsel, wo heute vor allem Bulgarien und Griechenland liegen. Er wurde dann wohl von den Römern gefangengenommen und als Sklave nach Capua verkauft.
Capua liegt im Süden von Italien. Dort wurde Spartacus wie viele Sklaven zum Gladiator ausgebildet. In Capua gab es eine berühmte Gladiatorenschule, in die auch er geschickt wurde.
Sklavenaufstand im alten Rom
Vermutlich im Jahr 73 v. Chr. floh Spartacus mit rund 70 anderen Sklaven aus dieser Gladiatorenschule. Er versammelte weitere Sklaven um sich, die er vor allem von den Latifundien holte. Mit womöglich sogar 200.000 Männern zog er los und kämpfte gegen die Römer.
Tatsächlich gab es schon vorher Sklavenaufstände im Römischen Reich. Die Sklaven, die in diesen Sklavenkriegen rebellierten, waren zuvor alle freie Menschen gewesen. Nun wurden sie ausgebeutet und mussten unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. So gab es schon ab 132 v. Chr. einen Sklavenaufstand auf Sizilien. Ab 104 v. Chr. kam es dort erneut zu Unruhen unter den Sklaven. Beide Aufstände wurden vom römischen Heer beendet.
Die Revolte, die Spartacus dann 73 v. Chr. anführte, wurde die berühmteste. Sie war auch besonders gut organisiert. Die Aufständischen zogen zunächst zum Vesuv und plünderten dort die umliegenden Orte. Dann wollte Spartacus die befreiten Sklaven zurück in ihre Heimat führen. Doch die Römer stellten sich ihnen entgegen. Spartakus und seine Männer feierten anfangs mehrere Erfolge. Sie besiegten die römischen Soldaten. Dann wandten sie sich nach Süden, wohl um von dort mit dem Schiff zu fliehen.
71 v. Chr. gelang es Marcus Licinius Crassus (einer der drei Männer im 1. Triumvirat) die aufständischen Sklaven einzukesseln. In der Schlacht in Lukanien am Fluss Silarus unterlag Spartacus schließlich. Er kämpfte dort mit 75.000 Männern gegen 8 römische Legionen von Crassus und deren Bundesgenossen. 60.000 Anhänger des Spartacus starben in der Schlacht, darunter auch er selbst. 6000 Menschen wurden gefangengenommen und an der Via Appia gekreuzigt. Pompeius kam ebenfalls noch zu Hilfe und besiegte weitere Aufständische.
Nachwirkungen vom Spartakus-Aufstand
Spartacus wurde zu einer Symbolfigur gegen Unterdrückung und Unfreiheit. Besonders verehrt wurde er in kommunistischen Ländern, wo sogar Sportveranstaltungen nach ihm als Spartakiaden bezeichnet wurden. Auch der Spartakusbund benannte sich nach dem berühmten Sklaven. Mehrere Romane, Verfilmungen und ein Ballett haben sich schon mit Spartakus befasst.