Aberglaube und Hexerei

      Was waren Gottesurteile?
      Wer waren eigentlich die Ketzer?
      Hexen und Hexenverfolgung
      Aberglaube und Zauberer
      Was sind Geißler?
      Gab es den Rattenfänger von Hameln wirklich?
      Wer war Johannes Hus und warum wurde er verbrannt?

      Aberglaube

      Unter Aberglaube versteht man Glaubensvorstellungen, die nicht auf wissenschaftlichem Wissen beruhen. Menschen glaubten zum Beispiel, dass bestimmte Zeichen, Zauber oder Personen Unglück oder Krankheit verursachen könnten. Besonders im Mittelalter versuchten sich viele Menschen mit solchen Vorstellungen Dinge zu erklären, die sie sich anders nicht erklären konnten, etwa Krankheiten, Naturkatastrophen oder Missernten.

      Hexenverfolgung und Aberglaube im Mittelalter – eine Übersicht

      Warum glaubten die Menschen im Mittelalter an Hexen und Zauberer? Und wie kam es zu den grausamen Hexenverfolgungen und Hexenverbrennungen?
      Diese Übersicht erklärt dir Aberglaube und Hexerei im Mittelalter, besonders im Spätmittelalter, und zeigt dir, wo du mehr dazu erfahren kannst.

      Warum glaubten die Menschen im Mittelalter an Hexerei?

      Lange glaubten die Menschen an verschiedene Gottheiten und das noch bis in das Frühmittelalter hinein. Doch durch die Christianisierung wurden viele zum neuen christlichen Glauben gezwungen. So ganz waren sie allerdings nicht von diesem neuen Glauben überzeugt und glaubten weiter an verschiedene Gottheiten, aber auch an Hexen und Zauberer. Sicher ist sicher. Die Kirche verbot diesen sogenannten heidnischen Glauben und bezeichnete diesen als Aberglaube. Im späten Mittelalter wurde immer mehr Kritik an der Kirche laut. Wenn du mehr über die Reaktion der Kirche wissen willst, klicke hier.

      Die Hexenverbrennungen – einfach erklärt

      Besonders im Spätmittelalter nahm dieser Aberglaube stark zu, auch weil die Menschen große Angst vor Krankheit, Hunger und Krieg hatten.

      Doch wer wurde als Hexe angeklagt? Zunächst nur Frauen. Später konnte es aber jeden treffen, zum Beispiel Männer oder sogar Kinder. Jeder konnte eine andere Person als Hexe oder Hexer anklagen. Viele unschuldige Menschen starben deshalb und einige wurden grausam auf Scheiterhaufen verbrannt. Deshalb spricht man heute von Hexenverbrennungen.

      Warum wurden besonders Frauen als Hexen verfolgt?

      Bei den Hexenverfolgungen im Mittelalter traf es vor allem Frauen. Das lag nicht daran, dass Frauen „mehr zaubern konnten“, sondern an den Vorstellungen der damaligen Zeit. Frauen galten oft als schwächer, leichter verführbar und weniger gebildet. Viele lebten allein, waren arm oder arbeiteten als Heilerinnen und Hebammen – Menschen misstrauten ihnen schnell, wenn etwas schiefging.

      Außerdem hatten Frauen im Mittelalter kaum Rechte und konnten sich schlecht verteidigen. Deshalb wurden sie häufiger beschuldigt als Männer. 

      Alles rund um die Themen "Aberglaube und Hexerei im Spätmittelalter"

      Doch die Menschen im Spätmittelalter versuchten, sich mit Gott gut zustellen. Deshalb gab es auch die "Geißlerzüge". Was das ist und was die Geißler mit der Pest zu tun hatten, erfährst du hier.

      Apropos Pest: Die Pest war eine der schlimmsten Krankheiten im Spätmittelalter, an der Tausende starben. Ein Auslöser für die Pest waren die vielen Ratten. Und gegen die gingen die Rattenfänger vor. Vielleicht kennst du ja den bekannten Rattenfänger von Hameln? Hier kannst du mehr über ihn erfahren.

      Zudem lernst du in Lucys Wissensbox den Reformator Jan Hus kennen. Er wollte die Kirche verändern und sprach sich gegen den Papst aus. Welche Folgen ihn deshalb erwarteten, kannst du im Artikel "Wer war Johannes Hus und warum wurde er verbrannt?" nachlesen.

      Arbeitsblätter

      Über dieses düsteren Kapitel innerhalb der Geschichte des Spätmittelalters kannst du dich weiter informieren und dein Wissen mit Quiz und Lückentext einmal testen. 

      Teste dein Wissen!

      Aberglaube

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      Hexen

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