Alltag und Kindheit im Spätmittelalter – eine Übersicht
Du suchst eine verständliche Zusammenfassung zum Alltag im Spätmittelalter? Dann bist du hier richtig. Egal, ob du dich einfach für das Leben der Menschen interessierst oder ein Referat für die Schule vorbereitest – hier findest du die wichtigsten Informationen zu Alltag und Kindheit im Spätmittelalter.
Das Spätmittelalter bezeichnet die Zeit vom etwa 13. bis zum 15. Jahrhundert. Das Leben der Menschen war stark von Religion, Arbeit, Krankheit und großen Unterschieden zwischen Arm und Reich geprägt.
Kindheit im Spätmittelalter
Kinder wurden im Mittelalter meist kurz nach der Geburt getauft. Die Menschen glaubten, dass ungetaufte Kinder leichter sterben würden. Dieser Glaube hing auch mit dem starken Aberglauben im Mittelalter zusammen.
Tatsächlich war die Kindersterblichkeit im Spätmittelalter sehr hoch. Viele Kinder starben früh, vor allem wegen schlechter Hygiene, fehlender medizinischer Kenntnisse und gefährlicher Krankheiten.
Krankheit und Pest
Ein wichtiger Grund für die hohe Sterblichkeit war die Pest. Sie gehörte zu den schlimmsten Krankheiten des Spätmittelalters. Da es keine wirksamen Medikamente gab, starben viele Menschen innerhalb kurzer Zeit. Die Angst vor Krankheiten prägte den Alltag im Spätmittelalter stark.
Spielen und Aufwachsen im Spätmittelalter
Überlebten Kinder die ersten Jahre, spielten sie – genau wie Kinder heute. Allerdings waren die Spielsachen einfacher. Beliebt waren Holzkreisel, Murmeln oder Holzschwerter. Ritter galten als große Vorbilder, deshalb spielten viele Kinder Turniere oder Kämpfe nach.
Schon früh mussten Kinder im Alltag mithelfen, zum Beispiel im Haushalt, auf dem Feld oder im Handwerk.
Essen im Spätmittelalter
Was man im Spätmittelalter aß, hing stark vom Stand ab. Fleisch galt als besonders nahrhaft, war aber teuer. Adelige konnten es sich häufiger leisten als arme Menschen.
Arme Familien ernährten sich meist von Brot, Kohl, Getreidebrei oder Hülsenfrüchten. Mit der Zeit kamen durch den Handel mehr Gewürze nach Europa. Diese machten das Essen schmackhafter, waren aber so teuer, dass sie nur wenige nutzen konnten.
Säuglinge und Pflege
Kleine Kinder wurden im Mittelalter manchmal von einer Amme gestillt, wenn die Mutter dazu nicht in der Lage war. In manchen Fällen versuchte man, Babys mit Mohn oder Alkohol ruhigzustellen.
Wichtig: Das war keine bewusste Grausamkeit, sondern lag am fehlenden Wissen über Gesundheit und an der harten Arbeit der Eltern. Aus heutiger Sicht wissen wir, dass dies sehr gefährlich war.
Mehr zum Alltag im Spätmittelalter
Wenn du noch mehr über den Alltag im Spätmittelalter erfahren möchtest, findest du in Lucys Wissensbox – Alltag & Kindheit viele weitere Artikel, zum Beispiel zu:
- Häusern im Spätmittelalter
- Müll und Hygiene
- Festen wie Weihnachten im Mittelalter - hat man im Mittelalter schon Weihnachten gefeiert und wie?
