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Reformation
Vor 500 Jahren wurde in Oberschwaben und im Allgäu Geschichte geschrieben: Im Jahr 1525 erhoben sich viele Bauern gegen ihre Herren und forderten mehr Freiheit und Gleichheit. In den berühmten 12 Artikeln von Memmingen hielten sie ihre Forderungen fest. Große Bauernheere besetzten Klöster und Burgen und kämpften gegen die Truppen der weltlichen und geistlichen Herrscher.
Auch in Orten wie Weißenau, Weingarten, Wurzach, Leutkirch, Wolfegg und Kißlegg spielten sich wichtige Ereignisse ab. Die Sonderausstellung „1525 – Bauernkrieg in Oberschwaben“ im Bauernhaus-Museum zeigt, wie die Menschen damals lebten, warum es zum Aufstand kam und welche Folgen der Bauernkrieg hatte.
Mit historischen Gegenständen und Bildern erzählt die Ausstellung die Geschichte aus der Sicht der Bauern. Sie erklärt den Einfluss der Reformation, die Rolle der Schweiz als Vorbild und die Bedeutung des Weingartner Vertrags. Besucherinnen und Besucher können dabei entdecken, wie eine 500 Jahre alte Geschichte bis heute Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit und dem Umgang mit Konflikten aufwirft.
Die Ausstellung findet in der historischen Zehntscheuer des Klosters Weißenau statt – einem Ort, der selbst Teil dieser Geschichte ist. Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum ein abwechslungsreiches Programm mit Ferienangeboten, Kursen und Erlebnistagen, bei denen alte Kenntnisse und Fähigkeiten wieder lebendig werden.
