Die zweite Palastzeit: Toiletten und Bäder
Die zweite Palastzeit – die spätminoische Zeit

Nachdem die großen Paläste auf Kreta um 1700 v. Chr. zerstört worden waren, bauten die Minoer sie wieder auf. Deshalb sprechen Historiker von der zweiten Palastepoche oder auch der spätminoischen Zeit. In dieser Phase erreichte die minoische Kultur erneut einen Höhepunkt.
Moderne Paläste mit Badezimmern
Die neuen Paläste waren beeindruckend und sehr modern eingerichtet. Viele Gebäude hatten mehr als drei Stockwerke, die durch zahlreiche Treppen miteinander verbunden waren. Es gab Badezimmer, Toiletten und sogar Wasserleitungen. Für diese frühe Zeit ist das außergewöhnlich und zeigt, wie weit entwickelt die minoische Architektur war.
Ein friedliches Inselvolk?
Viele Forschende gehen davon aus, dass die Minoer ein friedliches Volk waren. Ihre Paläste waren nämlich nicht von Mauern umgeben. Entweder vertrauten sie auf ihre starke Flotte, die sie im Notfall beschützt hätte, oder sie gingen gar nicht erst davon aus, angegriffen zu werden. Auch auf ihren Kunstwerken zeigen sich die Minoer meist nicht als Krieger. Sie lebten auf einer Insel im Meer, und vielleicht glaubten sie, dass niemand ihr friedliches Leben stören würde.
Farbenfrohe Fresken
Besonders berühmt sind die Fresken der Minoer, also farbige Wandmalereien, die direkt auf den frischen Putz gemalt wurden. Viele dieser Fresken wurden im Palast von Knossos gefunden. Sie zeigen Menschen, Tiere, Pflanzen und Szenen aus dem Alltag und verraten uns viel über das Leben der Minoer.
